Beruf und Persönlichkeit: 13 Artikel, die Sie weiterbringen!

Lieber Gast,

Sie interessieren sich für interessante Erkenntnisse zum Thema »Beruf und Persönlichkeit«? Das ist schön! Nachfolgend habe ich für Sie daher 13 Links in zeitlicher Reihenfolge zusammengestellt und kurz kommentiert (wobei einige weniger beruflich relevant, doch trotzdem interessant sind).

1) Big Data im HR-Einsatz: Talente vor der Konkurrenz entdecken (09.11.2015)
http://www.techtag.de/it-und-hightech/big-data/big-data-im-hr-einsatz-ta...

Siehe den Bereich Persönlichkeitsprofile durch Sprachanalyse – Jetzt werden die Erkenntnisse von James W. Pennebaker (Buch: "What our Words say about us"), Matthias Meehl & Co. auch angewendet.

2) Intelligenz kann prekäres Elternhaus ausgleichen (09.11.2015)
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-20151109-lern...

Hier die Ergebnisse einer Längsschnittstudie mit über 80.000 Personen. Die Daten sind zwar nicht mehr ganz frisch, doch das macht nichts: Demnach ist die Intelligenz gefolgt vom sozioökonomischen Status der Eltern und den Persönlichkeitseigenschaften im engeren Sinne (Big Five) der beste Prognosefaktor für den Berufserfolg.

3) Robert Harris: "Ciceros Fall ist uns eine gute Warnung" (09.11.2015)
http://www.rp-online.de/kultur/ciceros-fall-ist-uns-eine-gute-warnung-ai...

Harris geht ähnlich wie bei den Big Five, dem Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit, vor. Zitat: "Aus seinen 1000 Briefen [Ciceros, Anmerkung von S.K.] erfährt man, welche Persönlichkeit er gewesen ist."

4) Warum Männer entweder auf Hintern oder Brüste stehen (09.11.2015)
http://www.fem.com/liebe-lust/news/warum-maenner-entweder-auf-hintern-od...

Hier reicht sicher nicht eine einzelne Studie, um den Zusammenhang mit Persönlichkeitseigenschaften des Mannes zu belegen. Trotzdem interessant.

5) Studienerfolg: Kommilitonen beurteilen Persönlichkeit zutreffender als Studierende (28.10.2015)
https://idw-online.de/de/news640366

Eine Studie der Uni Bonn von der Arbeitsgruppe um den Psychologen Prof. Dr. Blickle legt nahe, dass das Persönlichkeitsmerkmal Lernorientierung (ähnlich: Offenheit für Erfahrung) die Studiennoten in den sog. MINT-Fächern von 116 Studierenden gut vorhersagt – besonders dann, wenn nicht nur die Selbsteinschätzungen, sondern auch die Fremdbeurteilungen durch andere Studierende berücksichtigt werden. Die Lernorientierung umfasst hier die Lust am Lesen, das Bemühen um einen großer Wortschatz, eine gute Auffassungsgabe, eine hohe Lesegeschwindigkeit und die Kompetenz, viele Informationen zu verarbeiten.

6) Wer will, kann seine Persönlichkeit ändern (26.10.2015)
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/strategie/strategie-2015102...

Kann man seine Persönlichkeit ändern? Nun, in Bezug auf die Big-Five-Merkmale ist die Antwort klar: Ja, jedoch nur in bestimmten Grenzen und mit Arbeit! Dieser Artikel berichtet über eine Studie von Nathan Hudson und Chris Fraley der Universität Illinois, die mittels zweier Arten von Onlinetrainings (135 Teilnehmer, 4 Monate, randomisiertes Experiment) zeigt, dass kleine Schritte, Wenn-dann-Absichten oder die eigenen Änderungsziele dazu führen, dass Menschen emotional stabiler, extravertierter, verträglicher und gewissenhafter wurden.

7) Bewerberauswahl: Berufserfahrung und Persönlichkeit bei Bewerbung entscheidend (19.10.2015)
http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=311601

Okay, nicht wirklich neu. Aber eine aktuelle Befragung mit 1.000 Personalleitern.

8) Fiese Charaktere Sie mögen lieber Bitteres als Süßes? Das weist auf das Böse in Ihrem Charakter hin (14.10.2015)
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/fiese-charaktere-sie-moeg...

Auch hier sollten noch mehr Studien durchgeführt werden, damit wir sicherer sein können, und nicht jeden, der täglich Zitronen mit dem Mund auspresst gleich abstempeln ... (vielleicht in diesem Fall jedoch auch auf die Schärfe der Zähne achten? :-))

9) Verändert der Job die Persönlichkeit? (08.10.2015)
http://derstandard.at/2000023399214/Veraendert-der-Job-die-Persoenlichkeit

Antworten von Jule Specht, Forscherin und Professorin für Psychologie an der Freien Universität Berlin, auf Grundlage von Längsschnitt-Ergebnissen mit über 30.000 Deutschen.

10) Persönlichkeit kann man an Hirnscans ablesen (01.10.2015)
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article147087607/Persoenlichke...

Etwas zu hoch gegriffen hier der Begriff "Persönlichkeit" wie ich finde (verstehe es jedoch, die Zeitung muss ihre Artikel verkaufen), geht es doch in der Studie um Muster im Gehirn, die auf einer Achse von positiv bis negativ mit verschiedenen Merkmalen des Lebensstils, der Demokratie und psychometrischen Messwerten (z.B. IQ, Big Five) zusammenhängen. Trotzdem spannend.

11) Arbeitslosigkeit verändert die Persönlichkeit (28.08.2015)
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-20150828-lern...

Einschneidende berufliche Ereignisse können die Persönlichkeit ändern – besonders wenn sie lange anhalten. Nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern auch der Eintritt ins Berufsleben und der Ausstieg (siehe Nr. 9 oben).

12) Vorstandsvorsitzende ähneln sich (21.08.2015)
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/nachrichten/nachrichten-201...

Eine Studie untersuchte die Big Five-Persönlichkeitseigenschaften von 30 DAX-Bossen. Mit Fremdbeurteilungen von unabhängigen Personen, Kollegen und Selbstbeurteilungen.

13) Was Kinder prägt: Wie entsteht Persönlichkeit? (05.06.2015)
http://www.tagesspiegel.de/wissen/was-kinder-praegt-wie-entsteht-persoen...

Was Gerhard Roth, einer der bekanntesten deutschen Hirnforscher, schreibt, sollte man lesen ...

Sie möchten mehr über die Persönlichkeit Ihrer Bewerber und Führungskräfte erfahren? Dann empfehle ich Ihnen die professionelle Analyse mittels eines fundierten Persönlichkeitstests (z.B. auf Basis des Big-Five-Modells). Kontaktieren Sie mich hierzu oder lesen Sie hier weiter.

Mit besten Grüßen, Stefan Klemens