Interview: Psychische Belastung bei Lokführern

Lieber Gast,

viele Bahnkunden ärgerten sich in der letzten Zeit über die streikenden Lokführer – Doch wie hoch ist deren psychische Belastung eigentlich? Und untersuchen die Personalverantwortlichen bei der Deutschen Bahn dies, wie es das Arbeitsschutzgesetz in § 5 fordert?

Gerade der Bund als Eigentümer sollte hier beispielhaft voran gehen. Ich weiß es nicht, doch kürzlich las ich im Internet das Interview der Aachener Nachrichten mit dem Lokführer Markus Kunze, der hierzu interessante Aussagen machte.

Gerade die German-Wings-Tragödie macht deutlich, dass die psychische Arbeitsbelastung von Fahrzeugführern wie Piloten, Lokführern und Busfahrern und deren Bewältigungskompetenzen nicht nur aus gesetzlichen Gründen eine hohe Priorität in den Chefetagen haben sollte. Denn: Tote Passagiere sind der GAU und die schlechteste »PR«.

Und die Rufschädigung, die hohe Belastung der Geschäftsleitung durch das Krisenmanagement, die posttraumatischen Belastungen der Überlebenden (falls es welche gibt) und der Angehörigen sowie die Schadenersatzzahlungen werden richtig teuer, beanspruchen viel Energie und Zeit (die dann für andere wichtige Aufgaben fehlt - Wettbewerber schlafen nicht!) und führen zum Verlust von Kunden.

Also: Besser die Gefährdung durch psychische Arbeitsbelastung und die Bewältigungskompetenzen beurteilen und passende Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz umsetzten, bevor etwas Schlimmes passiert!

Hier lesen Sie das Interview mit Lokführer Markus Kunze:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/lokfuehrer-markus-kunz...

Mit besten Grüßen

Stefan Klemens